Archiv für: November 2006
Investivlohn
Die CDU möchte einen Investivlohn gesetzlich regeln.
Grundsätzlich ist eine breitere Unternehmensbeteiligung in Deutschland extrem notwendig, später mehr dazu. Die CDU will damit aber sicherlich nur die SPD ärgern. Die SPD kann natürlich nicht zustimmen, weil sie damit der Gewerkschaft ins Handwerk pfuschen würde. Und da trotz Linkspartei
Der Deutschen liebste Tugenden
Schaut man sich etwas im Land um, liest die Durchschnittspresse und sieht Fern, so fallen einem zwei Haupttugenden unserer Gesellschaft auf: Neid und Angst.
(Zarte Seelchen mögen hier mit dem Lesen aufhören).
Links vorbei
Die CDU zieht links an der SPD vorbei. Was für ein genialer Schachzug, Rüttgers rückt nach ganz links, kann ihm im SPD Stammland NRW ja kaum schaden, und der Rest der Union schaut erstmal was passiert.
Wie steht die SPD denn jetzt da? Der Gerd Gazprom hat das leistungsabhängige Arbeitslosengeld ja gerade abgeschafft. Und jetzt führts die Union wieder ein.
Das ist für MünteMarx ja total blöd, denn dem Koalitionspartner Recht geben geht gar nicht. Das ist eine Grundregel der deutschen Politik. Alles was nicht von mir kommt ist erstmal Mist.
Gesetzlicher Mindestlohn
Gestern habe ich gehört, wie alle mal wieder für den Mindestlohn waren. Folgende Argumentation war dabei von Kurt Beck:
"600.000 Menschen beziehen ergänzende Hartz IV Gelder. D.h. sie arbeiten für so wenig Geld, dass der Staat das Gehalt aufbessern muß. Also liegt die Lösung auf der Hand: Deren Löhne müssen steigen, schon ist der Staat vom Zahlen befreit, und kann die freigewordenen Mittel woanders verschwenden (ähh verwenden)."
Das ist nun natürlich eine typische Argumentation von jemadnem der von Markt und Wirtschaft keinerlei Ahnung hat. Was tatsächlich passieren wird ist folgendes:
Soziokulturelles Existenzminimum
Auf so ein tolles Wort kann ich in meinem Blog einfach nicht verzichten.
Es stammt vom Bundessozialgericht, und es ist das Minimum an Geld, das man braucht um in unserer Gesellschaft mitspielen zu können.
Und gerade hat das BSG festgestellt, dass HARTZ IV (heißt das noch Hartz? Jetzt wo doch seine Kumpels schon im Knast sitzen?) dafür ausreicht.
HARTZ IV reicht also nicht bloß zum Essenkaufen sondern eben auch zum Mercedes fahren (oder was macht unsere Gesellschaft sonst aus?).
Ein anderes lustiges Wort in diesem Zusammenhang ist übrigens "zynische Soziopathie", dazu später mehr.
Die FDP entdeckt den Populismus neu
Gerade gestern war mal wieder Generaldebatte im Bundestag (heißt das so? Wieso heißt das so? Debattieren da die Generäle?).
Und schau an hey hey, die FDP will dem Bürger die Mehrwertsteuererhöhung ersparen. Aber sicher, wir wollen ja alle nicht soviel Steuern zahlen. Aber will nicht auch die FDP die Staatsverschuldung senken?
Mein Rat: Einmal Klappe halten und auch der Regierung einen Erfolg gönnen.
Volkert - take the money and run
Volkert wird ja jetzt zum Problem für die linken Moralapostel. Da heißt es immer die Manager zockten die Kohle ab und jetzt sitzt die Gewerkschaft plötzlich auch im Abzockerboot. Blöd das.
Volkert fehlt dabei offensichtlich das Unrechtsbewustsein, sonst wäre er ja längst bei seiner Prostituierten in Brasilien und würde den Moralisten den Stinkefinger zeigen. Vielleicht sind die 400.000 EUR Geschlechtsverkehrsvergütung aber auch schon aufgebraucht. Sie hat ihn rausgeschmissen und VW zahlt jetzt auch nicht mehr.
Volkert hat als Mechaniker bei VW ja bis zu 600.000 EUR/Jahr verdient, dass ist halt schon ein bischen viel. Offensichtlich hat er die Kohle aber schlecht angelegt, wie gesagt, sonst wäre er ja längst weg.
Tja, das ist das ewige Dilemma der linken Bewegungen. Die tragende Masse besteht zum Hauptteil nicht gerade aus Schlauköpfen, und die Führer dieser Masse können den Verlockungen von Macht und Luxus nicht wiederstehen (ich will hier nicht politisch unkorrekt sein, aber im großen und ganzen dürften Gewerkschaftsmitglieder tendenziell eher nicht Professoren sein, natürlich abgesehen von SPD-Mitgliedern).
Der einzige aufrechte Marxist bleibt eben der alte Fidel.
Oder wie es einst ein französischer Adeliger ausdrückte: "Ein Aufstand der Armen ist nicht zu befürchten, denn stets kann man die eine Hälfte der Armen bezahlen um die andere Hälfte zu erschiessen."
(Da hat der Mann sich natürlich dann doch getäuscht -> Kopf ab)
In meiner Gallerie der korrupten Linken bekommt Hr. Volkert den Beinamen "Salsa".
Ich nehme ihn an Position zwei der Top3 auf:
(1) unangefochten: Gerd Gazprom Schröder ("mein Kanzler", sprich like gessprom)
(2) jetzt neu: Salsa Volkert
(3) nur noch Platz 3: Schampus Laffo (Sabinchens Wettkönig)
Warum haben Lehrer und Schüler am Buß- und Bettag frei?
Zitat Bayerisches Kultusministerium:
Frage des Bürgers:
Warum haben Lehrer und Schüler am Buß- und Bettag keinen Unterricht? Ich selbst habe einen normalen Arbeitstag und muss mich um eine außerplanmäßige Kinderbetreuung kümmern.
Antwort des KM:
Der Unterrichtsausfall am Buß- und Bettag ist seit 1995 auf Grund einer feiertagsrechtlichen Bestimmung zwingend (Art. 4 Nr. 3 Feiertagsgesetz). Dem Staatsministerium ist bekannt, dass dieser Tag für Erziehungsberechtigte zu Problemen bei der Kinderbetreuung führen kann. Allerdings scheiterte im Dezember 1997 eine Initiative Bayerns im Bundesrat, mit der der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag bundesweit wieder eingeführt worden wäre. Der Vorschlag Bayerns zielte auf eine Ergänzung der Möglichkeiten, mit denen der Arbeitgeberanteil an der Pflegeversicherung hätte kompensiert werden können. Bei einer Umsetzung des bayerischen Modells hätten die Länder den Buß- und Bettag wieder in vollem Umfang als gesetzlichen Feiertag - und nicht wie jetzt als staatlich geschützten Feiertag - einführen können. Eine neuerliche Initiative erscheint derzeit nicht erfolgversprechend.
Interpretation:
Der Grund für das Gesetz ist ein Gesetz, der Gesetzgeber ist machtlos und kennt die Begründung selbst nicht.
Folgefrage des Bürgers:
Sind die bescheuert oder halten die den Bürger für bescheuert? Oder leben die etwa in einer völlig anderen Welt ohne Gesetz von Ursache und Wirkung und ohne Logik?
Woanders habe ich folgende Begründung gefunden:
"Soviel ich weiß, muss jeder der an dem Tag Urlaub will, diesen auch bekommen um in die Kirche pilgern zu können. Deswegen bleiben an dem Tag auch die Schulen zu, weil Lehrer und Schüler keinen Urlaub beantragen können."
Und dann noch folgendes:
Informationen zum Unterrichtsausfall am Buß-und Bettag
Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat per E-Mail am 15.12.2003 folgendes Schreiben verschickt:
Unterrichtsausfall am Buß- und Bettag
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Staatsministerium für Unterricht und Kultus weißt darauf hin, dass der Buß- und Bettag ein staatlich geschützter Feiertag ist. Dementsprechend sieht Art. 4 Nr. 3 des Gesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage vor, dass an diesem Tag der Unterricht entfällt.
Der Unterrichtsausfall am Buß- und Bettag ist zwingend.
Regelungen, wonach durch Unterricht am Buß- und Bettag bewegliche Ferientage "hereingearbeitet" werden sollen, widersprechen der gesetzlichen Regelung.
Selbstverständlich ist es möglich, am Buß- und Bettag Veranstaltungen nur für Lehrer, wie z. B. einen "Pädagogischen Tag", abzuhalten. Gleichwohl ist dabei darauf zu achten, dass bekenntniszugehörige Lehrer dem "Pädagogischen Tag" oder ähnlichen Veranstaltungen unter Hinweis auf den staatlich geschützten Feiertag fernbleiben dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Müller
Ministerialdirigent
Also ich verstehe es trotzdem nicht.
Finanzamt wird kostenpflichtig
Das Finanzamt soll künftig für rechtsverbindliche Auskünfte Gebühren kassieren. Das ist mal eine super Idee zur Auffrischung des Staatssäckels. Um richtig Kohle zu scheffeln sollten die Steuervorschriften gleich mal überarbeitet werden.
Alles muß dringend noch komplizierter und undurchsichtiger werden, denn so steigt der Beratungsbedarf in der Bevölkerung.
Also tatsächlich will das FA Gebühren kassieren die sich am "Gegenstandswert" orientieren, oder -hahaha- nach Arbeitszeit berechnet werden. Eine Stunde Beamtenarbeit kostet den Bürger dann EUR 100.
Wofür nochmal zahle ich ein paar tausend Euro Steuern pro Monat?
Die Bezahlung nach Arbeitszeit hat eine eigene Komik inne. Der langsamste Beamte wird dem Staat plötzlich das meiste Geld bescheren... da liegt doch auch gleich eine Bezahlung nach Leistung nahe, sozusagen "bezahltes Schlafen". Für extra Schlaf gibts dann extra Geld.
Insgesamt ist dieses Geldbeschaffungsmodell natürlich unverschämt bis an die Grenze. Ich glaube nicht, das die Könige des Mittelalters ihren Bürgern sowas zugemutet haben.
Soll der Staat sich doch beliebig blöden Scheiß ausdenken, den Bürger zu dem Scheiß bei Androhung von Strafe verpflichten, und ihn dann gegen Entgeld zur Scheißvermeidung beraten.
2 Mio. Beamte kosten uns etwa 180 Milliarden EURO pro Jahr, von den Pensionslasten ganz abgesehen. Da sollte eine Auskunft zu Steuerdingen doch enthalten sein?
Untersetzer aus Zebrano und Mooreiche
Der Wunsch nach ewiger Haltbarkeit het dazu geführt, dass ich diesen Untersetzer aus Zebrano gemacht habe:

Das dunkle Quadrat ober drauf ist eine Intarsie aus Mooreiche. Eiche ist bekanntlich auch nicht gerade weich. Zebrano ist aber nochmal eine Nummer härter und schwerer. Das Holz hab ich auf EBAY ersteigert. Der Untersetzer ist aus einem Stück, die Beine sind ausgesägt, und unten rum ist der Boden rausgefräßt.
Der Kontrast auf dem Birketisch ist mal wieder etwas blöd, das mit den Photos muss ich halt noch lernen.
Sozialsystem Bundesrepublik ist im Arsch
Ich sage es mal weniger verklausuliert als es die Öffentlichkeit gerne hat:
- Rente für unter 60 jährige wird auf Sozialhilfeniveau sinken
- Eine Zweiklassenmedizin wird eingeführt
- Die Pflege- und Arbeitslosenversicherung wird privat organisiert werden
Das wird nicht so kommen, weil es irgend jemand will. Das wird so kommen, weil nicht mehr genug Zahler da sein werden. Das kann man natürlich bereits jetzt ausrechnen (die Rentenzahler des Jahres 2020 sind bereits geboren und werden nicht mehr mehr). Die Gründe hierfür sind längst bekannt und lohnen die Diskussion nicht mehr. Wir sollten uns endlich um die Folgen kümmern.
Kopf in den Sand und weiter so, vielleicht fliegt der Meteorit ja vorbei.
Natürlich will kein Volkspolitiker dafür verantwortlich sein, darum wird der Karren noch so weit in den Dreck geschoben werden, bis nur noch die Rattenfänger Licht sehen.
Wenn zur Stunde NULL des Sozialhaushalts über 50% der Bevölkerung von Transferleistungen leben werden, dann ist natürlich unklar was passiert. Da wir ja noch eine Demokratie sind, wird dann wohl die Geldversprecherpartei gewählt werden. Die hat dann nach der Wahl natürlich auch kein Geld, also bleibt bloß die Diktatur.
Welche Seite wird hier gewinnen?
Und wird Blüm büßen müssen? Werden die Regierungen seit (etwa) 1972 büßen müssen?
Das ist doch recht spannend. Leider wird die Diskussion in der Öffentlichkeit nicht geführt. Politiker die mutig genug sind an dieser Stelle zu warnen werden vom Wahlvolk bestraft und von ihren Parteien in der hintersten Ecke versteckt.
Was man bekommt
Viele Leute sagen nicht was sie wollen und wundern sich dann über das was sie bekommen.
Wer klar und deutlich seine Wünsche äußert ist da im Vorteil. Da ist falsche Bescheidenheit oder Zurückhaltung auch fehl am Platze, denn woher soll der andere denn wissen woran er ist.
KW44: Beruhigendes zum Wochenende
Denken wir immer daran:
Deutschland ist Exportweltmeister
Das war schon immer so
Frage: Warum bleibt etwas beim Alten?
Antwort 1: Weil eine universale Antwort gefunden wurde die für alle Ewigkeit und unter allen Umständen Gültigkeit besitzt.
Antwort 2: Weil sich eine Menge Interessenträger komfortabel eingerichtet haben und Veränderer an Veränderungen hindern.
Antwort 3: Weil jede Veränderung Aufwand bedeutet (Trägheitsprinzip) und die Verantwortlichen Aufwand vermeiden möchten.
Behörde - Willkommen im Verschwenderland
Das Gesundheitsministerium setzt für nur etwa 2 500 Beschäftigte sechs unterschiedliche Personal- und Stellenverwaltungssysteme ein [Nr.42]. Seine bereits vor fast zehn Jahren erklärte Absicht, ein standardisiertes System einzuführen, hat es nicht realisiert. Stattdessen hält es immer noch an unwirtschaftlichen Insellösungen fest. Das Umweltministerium hat den größten Teil seiner IT auf der Grundlage eines Dienstleistungsvertrages beschafft, ohne die Lieferungen vorher auszuschreiben [Nr. 43]. Außerdem hat es IT-Geräte
gemietet, obwohl es gleichwertige Geräte für fast 500 000 Euro weniger hätte kaufen können.
Quelle: Bundesrechnungshof
Wikipedia - Willkommen im Klugscheisserland
Jeder der mal was schreibt in Wikipedia kann sich auf Korrekturen durch Berufsklugscheisser gefasst machen. Da hab ich mal im Internet gesucht, woher eigentlich der Begriff stammt...
Der Klugscheißer Xanthos fragte Aesop: "Kannst Du mir sagen, warum die Menschen, wenn sie geschissen haben, sich oft ihre Scheiße besehen?" Aesop antwortete: "Vor langer Zeit saß ein Königssohn infolge seines ausschweifenden Lebens sehr lange beim Scheißen - und einmal so lange, dass er unversehens seinen Verstand ausgeschissen hatte. Seitdem schauen die Menschen beim Scheißen hinter sich, aus Angst, sie könnten ihren Verstand ausscheißen. Aber du kannst unbesorgt sein: du wirst deinen Verstand nicht ausscheißen, weil du keinen hast."
Aesop
Quelle: http://www.klugscheiss.de/
Beistelltischchen aus Buche
Der Kontrast schaut jetzt etwas blöd aus zum Parkett, aber man kann es schon erkennen...

Das Material ist vom Obi. Da war irgendeine Jubelveranstaltung, und es gab die 240x60x3 cm Buchenarbeitsplatte zu EUR 40. Daraus konnte ich sechs von den Beistelltischen bauen. Natürlich nur Stabverleimtes, Kernbuche massiv wäre natürlich deutlich teurer.
Also, Buche zugesägt, verleimt, geschmirgelt. Dann Holzschutz grundiert und dann mit Acrylklarlack überzogen. Ist ein tolles Teil weil so schön massiv und schwer.
Nachttisch aus Eiche mit Zebranogriff
Ein neuer Nachttisch war schon lange fällig. Gedacht getan, hab ich mir einen Tisch aus Eiche gebaut. Eiche ist ja ein sehr dankbares Holz.
Hier der Tisch:

Der Griff ist aus Zebrano. Zebrano ist sehr hart und resitent gegen so ziemlich alles. Auch gegen Termiten. Die Schublade ist auch komplett aus Eiche. Das gibt ein gutes Gefühl beim Aufmachen. Wenn die Böden aus Spanplatten sind, dann merkt man das irgendwie.
Die Schublade ist mit einer handgesägte Schwalbenverbindung gemacht, das war nicht ganz so einfach...
Das Ganze ist mit Leinöl geölt, dann mit Schellack (Rubinium Garent) lackiert. Ahja, und das Gestell hatte ich noch etwas mit Salmiak gedämpft.
Nachtrag zur Cashflowsteuer
Ahja, ich habe ein paar Mails bekommen. Die Cashflowsteuer besteuert dasselbe Geld mehrfach und wäre damit nicht rechtsverträglich.
Jaja, dass weiß ich schon. Aber auch dieses Recht ist ein Teil der Steuergesetzgebung die geändert werden soll. Da muß man halt dann aufpassen, keinen "unnötigen" Geldverkehr zu erzeugen.
Vision einer zukünftigen Besteuerung
So wie die Steuern jetzt sind, so können Sie nicht bleiben. Das dürfte jedem vernünftigen Menschen klar sein - auch wenn mancher Populist was anderes behauptet.
Die Steuergesetzgebung ist ungerecht, weil Vielverdiener allerlei Möglichkeiten haben sie zu vermeiden. Die Steuergesetzgebung ist ineffizient, weil die Eintreibung der Steuern viel zu teuer und damit volkswirtschaftlich schädlich ist. Die Steuergesetzgebung ist unmoralisch, weil der "kleine Mann" sie nicht versteht und als Lohnempfänger keinerlei Gestaltungsmöglichkeiten hat. Schließlich ist die Steuergesetzgebung lächerlich, weil Deutschland mehr Steuergesetzte braucht als der Rest der Welt zusammen, und weil selbst die Ausführer der Gesetzgebung die Regeln nicht mehr verstehen.
Das alles ist in den letzten 50 Jahren unter dem Vorwand der Gerechtigkeit entstanden. Und wie so ziemlich jede andere Regel in unserem Land, hat der Schwachsinn Bestandsschutz.
Wie sieht eine gerechte Steuer aus, die der Staat mit vertretbarem Aufwand eintreiben kann?
Die Bierdeckelsteuer von März wie auch die Pauschalsteuer von Kirchhoff ist zwar charmant weil einfach, beide haben aber die Schwäche, dass der Steuerzahler ehrlich sein muß bei seinen Angaben. Die Annahme, daß irgendjemand freiwillig aus einem Ehrgefühl heraus sein Geld abgibt sollten wir gleich mal streichen. Das kommt in der realen Welt nicht vor. Ich würde meinen Holzkopf verwetten, dass selbst jeder einzelne Finanzbeamte bereits von Schwarzarbeit profitiert hat.
So, jetzt kommt mein radikaler Vorschlag:
Bargeld wird abgeschafft, der Staat erstellt eine zentrale Clearingstelle für alle Geldtransaktionen und zieht von jedem Cashflow etwa 1% Steuern ab.
Jetzt zur Analyse:
Umgehung: Die Einzige Möglichkeit Steuern zu hinterziehen ist der Naturalientausch. Das würde ich als volkswirschaftlich durchaus begrüßenswert sehen denn es stärkt die Kraft lokaler Wirtschaftsräume.
Gerechtigkeit: Wer mehr Geld verschiebt, zahlt mehr Steuern, Ausnahmen DARF es nicht geben.
Durchführung: Es gibt bereits jetzt zentrale Clearingstellen in privater Hand. Sämtliche Geschäftsbanken "löschen" ihre gegenseitigen Verbindlichkeiten über Zentralbankkonten. Das interne Netting müßte abgestellt werden. Technologisch sind keinerlei Probleme zu erwarten. Die Abschaffung des Bargelds haben wir ja gerade bei der DM erfolgreich durchgeführt. Bargeld wird eben statt in Euros in Sichtbestände getauscht.
Datenschutz: Das staatliche Clearing muß natürlich anonym stattfinden.
Finanzamt: Tja, das ist das Problem am System: Wohinn mit den vielen tausend unkünbaren Beamten? Die sind dann natürlich überflüssig, da der Staat aber einen unersättlich Personalbedarf hat, müssen diese Menschen dann eben an anderen Stellen eingesetzt werden. Positiver Nebeneffekt für die Volkswirtschaft: Mehrjähriger Einstellungsstopp für Staatsdiener.
Steuerberater und Gelddrucker: Leider die Verlierer des neuen Systems.
Staatseinnahmen: Ich habe einfach mal angenommen, dass das Bruttosozialprodukt 20 mal umläuft. Dass ergibt dann einen Cashflow von 40.000 Mrd EUR, und damit bei 1% "Cashfolwsteuer" Staatseinnahmen in Höhe von 400 Mrd EUR. Genaue Zahlen müsste man wohl in Zusammenarbeit mit der Bundesbank (oder dem statistischen Bundesamt) mal herausfinden.
Kleinbeträge: Ist bereits durch die Geldkarte gelöst, das Aufladen der Karte wird natürlich auch Cashflowbesteuert.
Positiver Nebeneffekt: Keine Raubüberfälle mehr - weil niemand mehr Bargeld dabei hat.
VWL: Bargeld macht nur noch etwa 25% des Geldumlaufes aus, die Produktion und Überwachung ist aber unverhältnismäßig teuer. Bargeld als Wertaufbewahrungsmittel ist schon lange kein Thema mehr. Die VWL'er müssen sich natürlich den ganzen Geldmengenkram neu überlegen.
Wollen wir wetten, dass es ca. 2025 so sein wird?
Mit Tetanus ins Kaleidoskop
Gestern hab ich eine Tetanus Auffrischung bekommen. Tetanus hat ja bekanntlich keine Nebenwirkungen... aber hallo!
Ich hab dann ne Stunde nachher ein Ahornbrett gehobelt, ziemlich anstrengende Sache. Nach einigen Minuten hab ich am Rand meines Blickfelds ein wabbern wahrgenommen. Hab mir erstmal nichts dabei gedacht und weiter gehobelt.
Dann wurde es immer schlimmer (natürlich hab ich aufgehört zu hobeln, trotzdem). Mein Blickfeld hat sich verengt, und aussenrum war alles wie im Kaleidoskop. Drehende Lichter und buntes Flackern. Da hab ich dann schon Angst bekommen und den Notdienst befragt.
Also, nach der Tetanusspritze sollte man sich nicht zu sehr anstrengen sonst wird psychodelisch :-)
Gerd "Gazprom" Schröder bei Frau Christiansen
Der Gerd war bei Sabine. Endlich mal wieder ein Auftritt vom Bastakanzler im TV. Böse Zungen behaupten ja, er würde in ertser Linie sein Buch promoten wollen, brauche mehr Geld um sich ne hübsche Wohnung in der Maximilianstraße in München zu kaufen.
Da wolle er ja dann mit "Schampus Laffo" shoppen gehen, sollen die Linken doch alleine arm bleiben.
Alle nur neidisch auf den Mann!
Gestern hat er mal wieder bewiesen, dass er ein hervorragender Analytiker mit unangreifbarem Selbstbewustsein ist. Und recht hat er, hats ja von ganz unten nach ganz oben geschafft, und blöd ist er ja sicher nicht.
Also der Geissler der sah gestern ja gaaanz schlecht aus. Zweimal den Mund aufgemacht und beide Male vom Gerd Gazprom koplett widerlegt, peinlich für den alten Mann. Ist der nicht aus der "Die Rente ist sicher"-Gang? Ach ne, der wollte ja den Kohl stürzen...
"Mein Kanzler ist der Gerd", dass hat der MünteMarx ja schon immer gesagt, und gestern hat ers wieder bewiesen. Keiner in Sicht auf der politischen Bühne, der nicht seine Agenda Linie fortsetzen würde, also wars eben doch richtig.
Der Ottmar war auch eine eher traurige Figur. Hat sich beschwert, dass er als MDB eine eigene Meinung haben möchte. Ja, hat der Gerd Gazprom gesagt, wie soll man denn da regieren, wenn jeder im Parlament eine eigene Meinung hat. Auch irgendwie logisch, da hat der Ottmar gesagt, die MDBs könnten ja dann alle Urlaub in Malle machen, und nur zur Abstimmung nach Berlin kommen.
Sowas, ich dachte das wär eh schon so. Schon mal ne Debatte auf Phönix gesehen, wo tagsüber mehr als 50 MDB anwesend waren?
Und dann war da noch ein Ex-Vorsitzender irgendeiner wirtschaftlichen Vereinigung. Da war ein bischen hektisch, sonst nicht der Rede wert. Die Reform war richtig aber schlecht umgesetzt. Hallo, wer setzt den die Reform um?
Insgesamt wars lustig mal wieder den Bastakanzler zu erleben, nette Abwechslung von Angi "GraueMaus" Merkel. Schlauer als vorher sind wir jetzt aber auch nicht.
Erster Testblog
Hallo Welt!
Die ist mein erster Eintrag in den feikeland-blog. Ein Thema habe ich erstmal nicht, es ist ja eben ein Testeintrag.
Viel Spaß beim lesen